Designmonat Graz 2012 – kein Grund zum jubeln

Der Designmonat 2012 ist Geschichte. Auch heuer gab es wiederum eine Fülle von Veranstaltungen im Designmonat. Mit 60 Events konnte man im Schnitt jeden Tag zwei Veranstaltungen besuchen. Ein Highlight war sicherlich die Veranstaltung „Cities of Design – Buenos Aires und Graz“ die in der designHalle eine Schau von argentinischen Kreativen brachte. Auch der Vortrag des international renommierten österreichischen Grafikdesigner Stefan Sagmeister im Studiengang Informationsdesign der FH Joanneum war sehens- und hörenswert. Gibt es doch nicht sooo viele international anerkannte österreichische Designer. Und dann waren da noch das Spring Festival und ….

Wer es ganz genau wissen möchte kann alles ganz genau unter designmonat.at nachlesen.

Und die Besucher?

Ja, da wird es eher traurig. Laut offizieller Angabe sind rund 56.000 Besucher gezählt worden. Eine Fülle von Angeboten und 56.000 Besucher. Dies zeigt wiedereinmal das der Begriff Graz City of Design, von der Grazer Bevölkerung noch lange nicht angenommen wird. Schade!

Übrigens 2011 waren es 57.000 Besucher. Also ein, wenn auch geringer Rückgang.

Die Diskussion über die Sinnhaftigkeit des UNESCO Titels „Graz City of Design“ wird damit sicher wieder angeheizt.

Das der Nutzen des Titels sich erst in einigen Jahren zeigen wird, haben wir bereits von Herrn Schrempf gehört. Damit hat er Recht. Wie viele Jahre genau, ist natürlich sehr schwer zu sagen. Ich schätze einmal mit 10 bis 15 Jahren wird man rechnen müssen, bis sich zumindest kleine Erfolge einstellen werden.

Das größte Problem aus meiner Sicht ist dass fehlen der designorientierten Industrie. Damit ist auch keine, bzw. sehr wenig Arbeit für Industriedesigner vorhanden. Hier wäre eine Investition in junge innovative Firmen, die auch etwas herstellen und nicht „nur“ Dienstleister sind, besser.

Im Modebereich sind wir Steirer, oder auch Grazer leider auch nicht sehr bekannt. Jedoch gibt es gute Ansätze, nur die benötigen eben Zeit. Und viel besser sieht es in anderen Designbereichen auch nicht aus.

In Summe werden wir leider noch etliche Jahre einer echten City of Design nachjagen.

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